Laverda im Eimer - schade

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Laverda im Eimer - schade

Beitragvon M-C » Freitag 17. Dezember 2010, 17:33

Hallo zusammen,

bei meinem Laverda-Zündapp-Projekt LZ 125 bin ich nun soweit, dass ich den Rahmen nackend habe. Alle Klein- und Anbauteile sind überarbeitet oder neu, die Lackteile sind neu lackiert, ein Teil ist schon neu pulverbeschichtet - also insgesamt schon viel Zeit und Geld reingesteckt.
Als ich den nackten Rahmen nun für´s Beschichten vorbereitet habe, musste ich sehen, dass insgesamt 4 Rahmenrohre eingerissen sind, und zwar teilweise fast ganz durch. Ich denke, dies ist das Todesurteil für den Rahmen. Oder hat schon jemand Erfahrungen mit dem Schweißen von Rahmen gemacht? Was ist möglich? Und was sagt der TÜV dazu? Und wie aufwendig bzw. teuer ist sowas?

Ich habe mich schon darauf eingestellt, dass ich nun einen neuen Rahmen suchen muss. Vielleicht hat ja jemand einen Tip. Ich werde erst mal bei unseren holländischen Kollegen nachhören. Die haben die LZ125 immer gerne wegen des Motors geschlachtet.
M-C
 


Re: Laverda im Eimer - schade

Beitragvon Franx » Freitag 17. Dezember 2010, 19:11

Moin MC,
schweissen lassen würd ich auf jeden Falle versuchen,kaputter geht ja nicht mehr.
Ansonsten sollte es genug LZ1 Rahmen bei unsern holländischen Nachbarn geben!

Gruss franx
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Re: Laverda im Eimer - schade

Beitragvon Wolfgang O. » Freitag 17. Dezember 2010, 19:58

Es gibt ja Firmen die Motorradrahmen richten, diese sind sicher auch in der Lage (und befugt) Schweißarbeiten auszuführen. Ich würde dort mal nachfragen, wahrscheinlich ist eine Raparatur immer noch kostengünstiger als einen anderen Rahmen zu suchen. Und wenn Du passende Papiere zu Deinem Rahmen hast würde ich eine Reparatur zumindest versuchen.

Zudem: könnte es sein dass es sich bei den Rissen um typische Schwachstellen handelt? In diesem Fall müsstest Du damit rechnen dass eine anderer Rahmen dieselben Probleme aufweist.
Gruß
Wolfgang

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Re: Laverda im Eimer - schade

Beitragvon Franx » Freitag 17. Dezember 2010, 20:24

Nachtrag:
"Natürlich sollte sichergestellt sein,das der Rahmen nicht ein restliches Sieb ist!"
Ansonsten würde schweissen auch nix nützen.Nach den Schweissen auch von
innen versiegeln bitte nicht vergessen :!:

liebe grüsse aus smokeville franx
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Re: Laverda im Eimer - schade

Beitragvon znav » Freitag 17. Dezember 2010, 22:17

Hab noch einen Rahmen von einer 76er Ks125 daheim. Aber ich denke die sind grundlegend anders oder? :sad:
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Re: Laverda im Eimer - schade

Beitragvon Franx » Freitag 17. Dezember 2010, 22:30

znav hat geschrieben:Aber ich denke die sind grundlegend anders oder? :sad:


Komplett anders,der Laverda Rahmen ist vorn teilweise hohl,und beherbergt ein Öltank.Das Öl
kann unten abgezapft werden,und später dem Benzin oben mit einen Meßbecher zugefügt werden.

:!: grüsse franx
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Re: Laverda im Eimer - schade

Beitragvon vmaxz3 » Samstag 18. Dezember 2010, 11:22

Hallo,
an welchen Stellen ist er denn gerissen ? wenn an schon vorhandenen Schweissnähten, würde ich das wieder schweissen (lassen), wenn mittendrin, müßte man erstmal die Ursache klären, evtl. ist der Rahmen dann ja auch verzogen und es lohnt sich nicht mehr Arbeit und Geld reinzustecken.
Grundsätzlich würde ich aber auch versuchen den Rahmen zu retten, gute Schweissarbeit ist ja kein Hexenwerk. Wenn Du es selber machen solltest, mußt Du nur auf Verzug achten, d.h. die vorhanden Abstände der Rohre möglichst irgendwie fixieren.
Viele Grüße
Stephan B.
vmaxz3
 


Re: Laverda im Eimer - schade

Beitragvon M-C » Samstag 18. Dezember 2010, 15:26

Vielen Dank für die Ratschläge. Hier ´mal ein paar Bilder vom Rahmen. Die Risse sind dort, wo die gelben Ratschenbänder angebracht sind.

Rahmen_gerissen_2k.jpg

Rahmen_gerissen_4k.jpg

Rahmen_gerissen_6k.jpg


Ich habe eben mit Fa. Massink in Holland telefoniert. Dort sind noch einige Rahmen vorhanden, auch von der selteneren ersten LZ125-Typenreihe. Das Schweißen des Rahmens ist mir nicht ganz geheuer. Wenn es nur eine Schweißnaht wäre, dann ja. Aber bei drei eingerissenen Rohren? Ansonsten ist der Rahmen übrigens gut in Schuß. So gut wie kein Rost und alles in einem ordentlichen Zustand. Auch die ganzen Anbauteile und der Motor waren in einem guten Zustand (mit Ausnahme des Zylinderkopfs :?: ).

PS: die kleinen gelben Ratschenbänder sind natürlich nur zur Markierung da, nicht um den Rahmen zusammenzuhalten :lol:
Werde Mitglied, um alle Bilder und mehr sehen zu können!
M-C
 


Re: Laverda im Eimer - schade

Beitragvon Franx » Samstag 18. Dezember 2010, 15:50

Sieht mir stark nach Schwingungsrissen an den Stellen aus,welche problemlos zu schweissen sind :idea:

bye und wech franx
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Re: Laverda im Eimer - schade

Beitragvon znav » Samstag 18. Dezember 2010, 15:55

sind schwingungsrisse, da diese zackig sind. wenn die festigekit nicht mehr ausreicht bricht der rest dann unter Gewalt.

Aber was schwingt da so, das sowas herauskommt ? Überbelastung bei der Fahrt? Schon eigenartig. :shock:
znav
 


Re: Laverda im Eimer - schade

Beitragvon vmaxz3 » Sonntag 19. Dezember 2010, 11:49

Hallo,
ich würde das auch schweissen...obwohl das schon ziemlich beeindruckend ist :shock:
Grüße
Stephan B.
vmaxz3
 


Re: Laverda im Eimer - schade

Beitragvon znav » Sonntag 19. Dezember 2010, 11:51

habe auch mal so einen Fall gehabt. Da habe ich meinen Prof gefragt und der meinte, man sollte sowas von einer Firma schweißen lassen. Wenn was passiert ist sonst die Hölle los.

Fraglich ist, was Massink für einen Rahmen veranschlagt und ob das vielleicht früher oder später dort auch passiert?

MFG
David
znav
 


Re: Laverda im Eimer - schade

Beitragvon M-C » Dienstag 21. Dezember 2010, 17:54

Hallo zusammen,

kurzer Zwischenstand: mit ein bißchen Glück bekomme ich einen neuen Rahmen aus der Schweiz, mal sehen. Ansonsten hat die Motorradwerkstatt meines Vertrauens mir gesagt, dass der Rahmen durchaus schweißbar ist. Die Kosten halten sich in Grenzen.

Bleibt die Frage, warum der Rahmen an mehreren Stellen gerissen ist. An dem hinteren Rahmenausleger hängt das doch sehr massive und große Schutzblech (das übrigens keinerlei Risse hat) samt Nummernschild und Lampe. Das schwingt.

Der Riss im Bereich der Fahrerfußraste bzw. im unteren Teil der Rahmenschleife ist vielleicht direkt durch den 125er Motor verursacht, der ja auch nicht frei von Vibrationen ist. Die Motorlager machten übrigens einen guten Eindruck.

Ich bin schon gespannt, wie der Motor von innen aussieht. Vielleicht gibt es dort ja auch noch Überraschungen.
M-C
 


Re: Laverda im Eimer - schade

Beitragvon Andreas » Dienstag 21. Dezember 2010, 18:27

Hallo M-C,
also wenn ich mir die Stellen anschaue wo der Rahmen gerissen ist,fält mir sofort auf das alle Risse genau hinter den Knotenblechen sind und an den Schweißnähten dieser angefangen haben.
Ich denke eher,das hier das Rohr zu dünn gewählt wurde oder zu tief eingeschweißt wurde.
Das Schweißen ist doch da kein Problem,alle Rohre sind doch noch zusammen,der Verzug ist nach dem Heften gleich Null.
Nur das Material vom Rohr sollte vorher genau bestimmt werden und dann die ganze Schose WIG schweißen mit dem selben Schweißzusatz.
Ich würde dann gleich noch,wenn Platz ist und es nicht stört,Rohrhalbschalen als Verstärkung an den Unterzügen im Bereich des Knotenbleches anschweißen.
Sind solche Risse bei den Rahmen schon bekannt oder ist das ein Einzelfall?
Ist die Kiste vielleicht zu Zweit über Stock und Stein oder auf übelster Wegstrecke geritten worden?
Dem TÜV Prüfer fällt so was nicht auf,wer lange fragt geht lange Irr.
Wenn das sauber geschweißt ist und noch verstärkt wurde hält das ewig und ist sicher. :cool:
Andreas
 


Re: Laverda im Eimer - schade

Beitragvon M-C » Mittwoch 22. Dezember 2010, 10:08

Hallo Andreas,

zum WIG-Schweißen hat mein Werkstattmeister das gleiche gesagt. Ich denke, es sollte dann auch problemlos gehen. Der Einsatz von Halbschalen zur Verstärkung ist eine gute Idee.
Wieso der Rahmen an mehreren Stellen eingerissen ist bleibt wohl ein Rätsel. Ich hatte sogar schon überlegt, ob der Rahmen mutwillig eingesägt worden ist, aber dann würde ja Material fehlen. Insgesamt habe ich keine Erfahrungswerte vorliegen, da die Laverda-Zündapp doch sehr selten gefahren wird. In Zündapp-Kreisen wurden die Maschinen meist geplündert, insbesondere wegen des wassergekühlten 125er Motors (siehe Holland). Und in Laverdakreisen habe ich den Eindruck, dass man das Thema LZ 125 irgendwie verdrängt hat. Mit 125 Kubik, noch dazu aus deutscher Fertigung, will man nichts zu tun haben.
M-C
 

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